Briefkopf - ALBERT MILDE k. k. Hof-Kunst-Bauschlosser und Eisenkonstrukteur zu Wien; von 7.2.1839 bis 8.11.1904

Votivkirche, 1090 Wien, Rooseveltplatz

Türbeschläge für das Oratoriumportal

k. k. Albert Milde

Innerer Türflügel für das Oratoriumportal der Votivkirche

Archivbild: Innerer Türflügel mit Federband (Vorderseite) (1)
Schmiedeeiserne Türbeschläge für das Oratoriumportal der Votivkirche in Wien
nach einer Zeichnung des Architekten k. k. Oberbaurat Heinrich Freiherr von Ferstel,
gewidmet und ausgeführt von k. k. Hof-Kunstschlosser Albert Milde in Wien.

 

Äußerer Türflügel für das Oratoriumportal der Votivkirche

Archivbild: Äußerer Türflügel mit Federband (Rückseite) (2)
Schmiedeeiserne Türbeschläge für das Oratoriumportal der Votivkirche in Wien,
zur Wiener Weltaustellung
nach einer Zeichnung des Architekten k. k. Oberbaurat Heinrich Freiherr von Ferstel,
gewidmet und ausgeführt von k. k. Hof-Kunstschlosser Albert Milde in Wien.

 

Archivbild: Äußeres Türband für das Oratoriumportal der Votivkirche

Archivbild: Äußeres Türband (Vorderseite) (3)
Schmiedeeiserne Türbeschläge für das Oratotoriumportal der Votivkirche in Wien,
nach einer Zeichnung des Architekten k. k. Oberbaurat Heinrich Freiherr von Ferstel,
gewidmet und ausgeführt von k. k. Hof-Kunstschlosser Albert Milde in Wien.

 

Archivbild: Inneres Türband für das Oratoriumportal der Votivkirche

Archivbild: Inneres Türband (Rückseite) (4)
Schmiedeeiserne Türbeschläge für das Oratotoriumportal der Votivkirche in Wien,
nach einer Zeichnung des Architekten k. k. Oberbaurat Heinrich Freiherr von Ferstel,
gewidmet und ausgeführt von k. k. Hof-Kunstschlosser Albert Milde in Wien.

Sämtliche Türen Tore der Votivkirche sind aus Eichenholz hergestellt mit Verwendung eines mehr oder minder reichen Schmuckes an Schmiedearbeiten für Kegel, Bänder, Schienen, Knöpfe, Schlösser und Drücker. Die Mehrzahl derselben sind als starkes, solides, gut verstemmtes Rahmenwerk mit äußerer, an den Falzen profilierter Bohlenverschalung konstruiert. Auf diese Weise ist die Kontinuität der Fläche aufrechterhalten, was für die Anbringung reichgezeichneter Bänder günstiger ist, als der Wechsel des Rahmenwerkes mit Füllungen. Auf die zahlreichen kleinen Türen und Luken des Bauwerkes fand diese Art nur in einfachster Weise Anwendung. Die sechs großen Pfortenflügel aber, deren vier von der Hauptfassade, und je einer von den beiden Kreuzschiff-Fassaden nach dem Inneren führen, sowie die Türe, welche den Eingang zur Oratorienvorhalle bildet, sind nach diesem Systeme in reichster Weise gestaltet. Unsere lange vernachlässigte Schmiedetechnik fand hier ein dankbares Feld, die alten Traditionen in Bezug auf die technische Verbindung von Holz und Eisen wieder beleben. Während die ersten, bereits auf der Wiener Weltausstellung 1873 zur Schau gestellten Türen noch das mühsame Suchen nach der richtigen Behandlung des Eisens erkennen lassen, erweisen die später angeführten Arbeiten die anführten Arbeiten die anfänglichen Schwierigkeiten als überwunden und reihen sich den besten Schmiedewerken des Mittelalters an. Die vom Inneren der Kirche nach der Sakristei und Oratorienhalle führenden Türen sind aus Friesen und Füllungen verstemmt, teilweise mit geschnitzten Ornamenten geziert, demzufolge das Schmiedewerk dabei nur in verschiedenerer Weise angewandt erscheint. Nur die äußere Sakristei ist ganz mit getriebenem, rautenförmig gemustertem Eisenblech verkleidet. Die Tischlerarbeit an sämtlichen Türen rührt vom Hoftischlermeister Vinzenz Gefele her, welcher auch die nach der Oratorienhalle führenden Türe, sowie zwei der äußeren Eingangstüren der Kirche gespendet hat. Die Beschlagarbeiten sind von den beiden Schlossermeister Albert Milde und Ludwig Wilhelm ausgeführt; und zwar vom Ersteren die an den beiden Kreuzschiff-Fassadentoren, an der Türe zur Oratorienhalle, und an den beiden vom Inneren der Kirche nach der Sakristei und nach den Oratorien führenden Türen, sowie an der äußeren Sakristei-Türe. Die Beschläge der vier Türen an der Hauptfassade, sowie der zahlreichen kleinen Türen sind von L. Wilhelm. Jeder der genannten Schlossermeister hat auch eine der großen äußeren Eingangstüren gestiftet. (5)

Auf Grund dieser Stiftung hat er den Ritter des St. Silvester-Orden bekommen.

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Arbeiten Ferstel’s als Compagnons seines Onkels Baurat von Stache:
1852 erster Entwurf: Zwei Fassadenpläne, eine Turmskizze, Konkurrenz-Projekt: ein Perspektivbild, ein Fassadenplan, acht Durchschnittpläne, sieben Grundrisspläne, sieben Turmdetails, zwei Grundrisse und elf Entwürfe für die Pflasterung der Kirche; ein Perspektivbild des Innern, zweiunddreißig Entwürfe für die Polychromierung der Kirche (beide gemalt von Gebr. Jobst); neune Zeichnungen und fünf Photographien von Skulpturen, ausgeführt von Prof. Gasser; neunzehn Entwürfe für Altäre, Kanzel, Beichtstühle Beleuchtungsgegenstände etc. vier Photographien, das sukzessive Fortschreiten des Baues darstellen; ein Porträt Ferstel’s (Gipsabguss) von der Kanzel, modelliert von V. Tilgner; ein Situationsplan des Kirchenplatzes; zwölf Apostelfiguren vom Hauptchore, modelliert vom Bildhauer F. Erler; Simon und Abel, modelliert vom Bildhauer Joh. Benk; Kommunikationsgitter, Presbyteriumsgitter, Türbeschläge und ein Tisch, ausgeführt nach Zeichnungen Ferstel’s vom k. k. Hofschlosser L. Wilhelm;
zwei Gitter für die Seitenschiffe, drei Türbeschläge, zwei Kommunikationsgitter, nach Zeichnungen Ferstel’s ausgeführt vom k. k. Hofschlosser A. Milde. (6)